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Gebräuchliche Einheiten für Bestrahlungsprozesse

Trifft ionisierende Strahlung auf einen Gegenstand, so wird Energie von der Strahlungsquelle an diesen übertragen. Die Menge dieser übertragenen Energie ist die absorbierte Dosis. Sie wird als Konzentration absorbierter Strahlungsenergie gemessen.

Die Grundeinheit für die Strahlendosis ist als Menge absorbierter Energie je Masse definiert. Nach dem Internationalen Einheitensystem wird diese Menge in der Einheit Gray (Gy) angegeben. Dabei entspricht ein Gray einem Joule (J) absorbierter Energie pro Kilogramm (kg) bestrahlten Materials. Das Gray wird in der Dosimetrie verschiedener ionisierender Strahlungsarten als Maß für die Absorptionsdosis genutzt, etwa für Gammastrahlenanwendungen oder beim Einsatz beschleunigter Elektronen.

Vor Einführung der SI-Einheit Gray wurde Strahlung in Rad (rd), kurz für „radiation absorbed dose“, gemessen. Definiert ist diese Einheit als 100 erg absorbierter Energie pro Gramm (g) bestrahlten Materials. Das Gray wird zwar häufiger verwendet, doch sind beide Einheiten korrekt.

Sie beschreiben gleichermaßen die Menge der vom Objekt aufgenommenen Energiedosis. Diese Absorptionsdosis ist eine quantitative Größe für die durchschnittliche Energiemenge, die von einem der Strahlung ausgesetzten Gegenstand aufgenommen wird.

Häufige Umrechnungen von Strahlungseinheiten:

  • 1 Gy = 1 J/kg
  • 1 Gy = 100 rd oder 1 rd = 0,01 Gy
  • 1 erg = 10-7 J
  • 1 rd = 100 erg/g oder 1 erg/g = 0,01 rd
  • 1 Mrd = 10 kGy

Literaturangabe:

Cember, Herman, „Introduction to Health Physics“